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KTM X-BOW 2009
"About X-Bow"
Faszination und Hi-Tech
Aggressives Design und sportliches Potenzial: Der X-BOW ist ein Meilenstein in der über 50-jährigen Geschichte der Marke KTM. Und er ist zugleich eine neue Referenz im kleinen, aber elitären Segment radikaler Leichtgewicht-Sportwagen.

Das ist im durch sein Konstruktionskonzept praktisch in die Wiege gelegt: KTM greift für sein erstes Auto auf edle Werkstoffe, Hi-Tech und prominentes Knowhow zurück. Das Ergebnis ist ein für den Straßenverkehr zugelassener Sportwagen mit reinrassiger Rennsport-Technologie. Dazu gehört ein avantgardistisches Monocoque aus Kohlefaser, wie es beispielsweise auch in der Formel 1 wegen des dadurch gebotenen Gewichts- und Sicherheitsvorteils heute Standard ist. Dank des niedrigen Gewichts und des 177 kW (240 PS) starken Audi 2.0 TFSI Motors setzt der KTM X-BOW neue Maßstäbe und punktet auch in der Liga nominell stärkerer Sportwägen: Mit einem Gewicht von nur rund 790 Kilo beschleunigt er in nur 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. Dabei liegen Kraftstoffverbrauch und Schadstoff-Emissionen auf dem Niveau gut motorisierter Kleinwagen.

Der X-BOW versteht sich indes nicht nur als Renngerät, obgleich er auf Rundstrecken erstaunliche Leistungen erbringt. Vielmehr richtet er sich an sportliche Piloten die ein puristisches Fahrerlebnis, fortschrittliche Technologien und außergewöhnliche Lösungen suchen. Durch den Verzicht auf alles verzichtbare, elektronische Assistenten und schwergewichtige sowie überflüssige Komfortmerkmale bietet der X-BOW ein filterloses Fahrvergnügen. Dazu tragen seine frei stehenden Räder, die transparente Technik und das unverfälschte Konzept bei, das den X-BOW ohne Dach, Türen und Windschutzscheibe auskommen lässt. Der Sportwagen verfügt lediglich über einen 70 Millimeter hohen, transparenten Windabweiser. So wird das Fahren mit dem KTM X-BOW zu einem Erlebnis, das in seiner Unmittelbarkeit sonst einzig auf Motorrädern oder in Formel-Rennwagen zu finden ist.

Der Schritt in die Zukunft
Für den österreichischen Motorradhersteller – den zweitgrößten Europas – ist die Entscheidung, seine Geschäftsfelder auf den Automobilmarkt auszuweiten, von großer strategischer Bedeutung. Möglich machte das das überaus dynamische Wachstum des Unternehmens in den vergangenen 16 Jahren: Seit 1992 konnten der Fahrzeugabsatz im Durchschnitt um über Prozent, der Umsatz sogar um 25 Prozent gesteigert werden. KTM ist heute Weltmarktführer im Offroad-Segment und hat sein Modell-Portfolio in den vergangenen Jahren sukzessive auf den Straßenbereich ausgeweitet. „Der Schritt in den automotiven Sektor ist eine logische Fortführung dieser Strategie. Mit dem X-BOW kann KTM nun auch all jenen, die keinen Motorrad-Führerschein besitzen, ein für die Marke typisches Fahrerlebnis bieten“, begründet Stefan Pierer, CEO der börsennotierten KTM Power Sports AG, dieses Investment in die Zukunft des Unternehmens.

Erfolgreiche Weltpremiere am Genfer Salon, Start der Serienfertigung im Juni 2008
Seinen ersten öffentlichen Auftritt feierte ein Prototyp des KTM X-BOW am Genfer Automobilsalon Anfang März 2007. Die extrem positiven Reaktionen auf diese Weltpremiere gaben den Ausschlag für die Serienproduktion des Leichtgewicht-Sportwagens.

Seit Juni 2008 wird der X-BOW in der Gläsernen Manufaktur in Graz gefertigt. Im August 2008 werden die ersten Fahrzeuge an die darauf wartende Kundschaft ausgeliefert. Bis zum Jahreswechsel konnten insgesamt rund 350 Fahrzeuge verkauft werden. Für 2009, das erste komplette Produktionsjahr, erwartet das Unternehmen ein Absatzvolumen von rund 650 Einheiten.

Der KTM X-BOW erfüllt die Voraussetzungen für die Zulassung zum Straßenverkehr auf Basis der neuen EU-Richtlinien für Kleinserien-Homologation. Diese Richtlinie wird bereits in folgenden Ländern in Form einer nationalen Homologation umgesetzt: Deutschland, England, Niederlande, Österreich. Auch die Schweiz schließt sich dieser EU-Richtlinie an.

In den meisten anderen Staaten der Europäischen Union ist die Straßenzulassung für den KTM X-BOW im Jahr 2009 zu erwarten. In allen anderen Ländern außerhalb der Europäischen Union ist der KTM X-BOW als reinrassiges Rennauto für den Einsatz auf Rennstrecken vorgesehen. Als Basis dafür dient die FIA-Homologation. Eine eventuelle spätere Straßenzulassung in Ländern außerhalb der Europäischen Union ist derzeit noch offen bzw. bei nationalen Stellen in Prüfung.

Kohlefaser-Monocoque: Rennsport-Knowhow von Dallara
Kohlefaser-Monocoques sind seit Jahren das Sicherheitsnetz der Formel 1. Auf der Straße war diese Technologie bislang nur elitären Supersportwagen der höchsten Preisklassen vorbehalten. KTM gelingt es nun, diese Lösung erstmals in einem weitaus günstigeren Segment anzubieten.

Dabei greift KTM auch auf das Knowhow von Entwicklungspartner Dallara zurück. Der Spezialist aus dem oberitalienischen Varano (in der Nähe von Parma) ist seit Jahren anerkannter Experte auf dem Gebiet der Karbon-Technologie, speziell in der Konzeption von Bauteilen aus diesem leichten, steifen Werkstoff. Das für den KTM X-BOW entwickelte Monocoque ist nicht nur extrem stabil, sondern durch eine integrierte Crashbox auch außergewöhnlich sicher.

Der Motor: TFSI-Technologie von Audi
Für den Antrieb konnte KTM die Audi AG als Partner gewinnen. Der Vierzylinder TFSI-Motor entspricht auf kongeniale Weise den Bauprinzipien des X-BOW: geringes Gewicht, hohe Leistung und intelligente Technologien.

Herausragendes Merkmal des Motors ist die Benzin-Direkteinspritzung FSI. Dazu kommt eine Abgas-Turboladung samt Ladeluftkühler. Mit diesem erfolgreichen und bewahrten Technologie-Package hat Audi unter anderem mehrfach das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen. Dank FSI nutzt der Motor den Kraftstoff effizienter als ein Aggregat mit herkömmlicher Saugrohreinspritzung. Vor allem im häufig genutzten Teillastbereich erzielt das Aggregat dadurch eine signifikante Kraftstoff-Ersparnis.

Die Einspritzung erfolgt unter einem Druck zwischen 30 und 110 bar, bewegliche Klappen im Ansaugtrakt versetzen die einströmende Luft in eine walzenförmige Bewegung. Eine stufenlos verstellbare Einlassnockenwelle garantiert eine bei jeder Drehzahl optimale Zylinderfüllung. Zwei Ausgleichswellen kompensieren die Massenkräfte zweiter Ordnung und gewährleisten einen souveränen, vibrationsarmen Lauf.

Der langhubige Vierventiler zeigt sich im KTM X-BOW austrainiert: Das kräftige Drehmoment von 310 Newtonmeter gipfelt auf einem breiten Plateau, das sich auf den Drehzahlbereich zwischen 2000 und 5500 U/min erstreckt. Die Spitzenleistung von 177 kW (240 PS) wird bei 5500 U/min erreicht.

Ergänzt wird das Antriebspaket durch ein manuelles Sechsganggetriebe. Es stammt ebenfalls aus dem Volkswagen/Audi-Konzern und kann auf Wunsch mit Sperrdifferenzial ausgestattet werden. Der Antrieb des Mittelmotor-Sportwagens erfolgt über die Hinterräder.

Das Fahrwerk: Direkt und sportlich
Niedriger Schwerpunkt und ausgeglichene Balance sind die Grundvoraussetzungen für eine hervorragende Fahrdynamik. Außergewöhnlich wird das Fahrvermögen des X-BOW durch sein souveränes Fahrwerk. Es stammt in direkter Linie aus dem Motorsport. Rennsport-Technologie bedeutet: Doppelte Dreiecks-Querlenkern mit Federungs- und Dämpferelemente von WP Suspension, vorne in Pushrod-Anordnung.

Der italienische Bremsenspezialist Brembo gehört ebenfalls zu den KTM-Partnern, deren Knowhow den X-BOW einzigartig macht. Auch hier erweitert KTM die im Motorradsektor begonnene Partnerschaft auf das Automobil. Die leistungsstarke Bremsanlage besteht aus Scheiben mit 305 Millimeter Durchmesser an der Vorderachse und 262 Millimeter Durchmesser hinten. Das Zusammenspiel von niedrigen Fahrzeuggewicht, idealer Balance, tiefem Schwerpunkt und einer 17-/18-Zoll-Mischbereifung ergibt eindrucksvolle Bremsleistungen. Bei warmen Bremsen kommt der KTM X-BOW aus Tempo 100 bereits nach 32,9 Meter zum Stehen.

Die Aerodynamik: Kiloweise Anpressdruck
Das primäre Entwicklungsziel für den KTM X-BOW lag nicht im Erreichen extremer Endgeschwindigkeiten, sondern eine einzigartige Fahrdynamik. Dabei hilft dem Sportwagen auch eine ausgeklügelte Aerodynamik. Sie ist das Ergebnis vieler Stunden im Windkanal des Rennwagenspezialisten Dallara. Wichtigstes Element in dieser Disziplin ist die Gestaltung des Unterbodens. Der vollends plane Unterboden weist im hinteren Bereich einen ausgeprägten Diffusor auf. Im Zusammenspiel mit der darauf ausgebildeten Fahrzeugfront wird die unter dem Wagenboden strömende Luft gezielt geführt. Um die Wirkungsweise dieses Diffusors noch besser nutzbar zu machen, wurden die Anlenkpunkte der hinteren Radaufhängungen möglichst hoch angesetzt. So erreicht der KTM X-BOW bei einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometer phänomenale Abtriebswerte von annähernd 200 Kilogramm – das sind etwa dreimal so viel wie bei den meisten Supersportwagen.

Diese fantastische Downforce ermöglicht im Zusammenspiel mit dem leistungsfähigen Fahrwerk extreme Kurvengeschwindigkeiten. Die erzielbare Querbeschleunigung von 1,5 g (mit Serienbereifung) übertrifft das übliche Niveau straßenzugelassener Sportwagen deutlich.

Die aerodynamische Gestaltung war aber auch eine Herausforderung für die Designer. So muss genügend Luft zu den seitlich hinter den Passagieren angeordneten Kühllufteinlässen geleitet werden. Um den Einbau langer, schwerer Kühlschläuche zu vermeiden befinden sich die Wärmetauscher ebenfalls in der Mitte des Fahrzeugs.

Sicherheit: Technologie aus dem Rennsport
Fahrer und Beifahrer bietet das extrem solide Kohlefaser-Monocoque die Sicherheit, wie sie auch in der Formel 1 längst zum Standard geworden ist. Diese Sicherheitstechnologie wird durch eine in der Fahrzeugfront eingebundene Crashbox ergänzt. Ebenfalls als definierte Crashbox ist der mittig am Heck verbaute Schalldämpfer konzipiert; er absorbiert Energie im Fall eines Heckaufpralls.

Darüber hinaus werden die Insassen durch Vierpunkt-Gurte von Schroth geschützt. Auch diese Sicherheitsgurte haben sich in der Welt des Rennsports bewährt. Die gekonnt in die Struktur des Monocoques integrierten massiven Überrollbügel sind ein weiteres Sicherheitsmerkmal dieses modernen Sportwagens.

Design: Floating Elements
Hinter dem Konzept und der unverwechselbaren Linienführung des KTM X-BOW steckt KISKADESIGN. Die Ideenschmiede von Gerald Kiska ist seit Mitte der neunziger Jahre eng mit KTM verbunden. Das Salzburger Designteam ist nicht nur mit dem Design der Motorräder, sondern auch mit dem Erscheinungsbild des Unternehmens betraut.

Für das Konzept des ersten Sportwagens der Marke greift KISKA auf viele Merkmale zurück, die man eher der Motorrad- als der Autowelt zuordnet. Jedes Teil erfüllt eine Funktion. Die Technik bleibt transparent, die Form betont schlicht. Die wenigen Karosserieteile sind „Floating Elements“. Sie vermitteln eine ideal mit dem Konzept des Wagen korrespondierende Leichtigkeit und Einfachheit.

Die bewusste Reduktion betrifft auch das Lichtdesign: Einfache Scheinwerfer, bündig in die Form eingelassene Blinkleuchten und klar gezeichnete Abschlussleuchten verzichten auf vordergründige Showeffekte. Stattdessen trägt das Fahrzeug sein attraktives aus Kohlefaser geflochtenes Netz offen zur Schau. Und auch andere Details, wie beispielsweise die Radaufhängungen mit ihren offensichtlichen Pushrod-Dämpfern oder der Endschalldämpfer nehmen zusätzlich zu ihrer Funktion auch ästhetische Aufgaben wahr.

Die Ausstattung: Puristisch und funktionell
Aufgrund seines klaren Konzepts kann der KTM X-BOW auf viele Elemente verzichten, die im Fahrzeugbau üblicherweise für Komplexität und zusätzliches Gewicht sorgen. So macht der schmale Windabweiser ein aufwändiges Belüftungssystem und Scheibenwischer überflüssig; auch Türen sind aufgrund der niedrigen Bauhöhe nicht vorgesehen.

Ebenso erfolglos wird man eine klassische Instrumententafel suchen. Sämtliche für das Fahren notwendigen Informationen findet der Fahrer auf einem zentral angeordneten Display.

Weitere Musterbeispiele für eine intelligent einfache Konstruktionsweise sind die Sitze: Die Schalen für Fahrer- und Beifahrersitz sind bereits in die Kohlefaser-Konstruktion des Monocoques integriert. Eine von Recaro stammende, den Insassengrößen individuell angepasste Auflage sorgt für straffen Komfort. Und die manuell verstellbare Pedalerie sorgt dafür, dass Fahrern jeglicher Größe die bestmögliche Ergonomie geboten wird.

Einen Kofferraum bietet der KTM X-BOW nicht. Sehr wohl ist aber eine innovative, mobile Staubox für die Fahrzeugpapiere vorgesehen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Ausstattungen wie Warndreieck und Erste-Hilfe-Set sowie ein Tirefit-System finden in Staufächern im Beifahrerfußraums Platz. Eine ebenfalls mitgeführte Abdeckung schützt den Innenraum des geparkten Fahrzeugs.

PowerWear & PowerParts: Für Auto und Fahrer
Mit einer Reihe von Zusatzausstattungen aus der PowerParts-Kollektion lässt sich das sportliche Potenzial des KTM X-BOW weiter erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Aerodynamik- und Engine-Upgrade-Kits. Aber auch Rennsportteile oder Schutzhüllen – indoor und outdoor – finden sich im umfangreichen PowerParts-Programm.

Und auch für die Insassen hält KTM mit einer Vielzahl von Bekleidungsstücken, Helmen und Accessoires aus dem PowerWear-Programm die passenden Artikel bereit. Bekleidung und Helme sind speziell auf den KTM X-BOW abgestimmt und wurden zum Teil gemeinsam mit dem Fahrzeug entwickelt. Diese intelligenten Bausteine übernehmen Aufgaben, die bei anderen Automobilen zum Teil vom Fahrzeug selbst erfüllt werden: Wetterschutz, Klimakontrolle und – dank integrierter Technik – auch Infotainmentfunktionen wie Sound und Mobiltelefonie.
KTM X-Bow Facts
  • Das erste Auto von KTM
  • Rennsport-Technologie für die Straße
  • Leichtes, sicheres Kohlefaser-Monocoque
  • Spektakuläres Design
  • 2.0 TFSI – Zweiliter-Turbo mit Kraftstoffdirekteinspritzung von Audi
  • Puristisches, filterloses Fahrerlebnis
  • Performance auf dem Niveau des Supersport-Segments
  • Hervorragende Abtriebswerte